Gefährlichkeit von Legionellen einmal nach offiziellen Zahlen betrachtet

Gefährlichkeit von Legionellen einmal nach offiziellen Zahlen betrachtet

Legionellen, mittlerweile ist es fast jeden bekannt, haben ihre Gefährlichkeit ausschließlich beim Entstehen von Aerosolen bewiesen. Sie sind ein natürlicher Bestandteil des Wassers und wir finden sie nicht nur im Trinkwasser, sondern auch tatsächlich in feuchter Erde, in Humus und an sonstigen wasserführenden Orten.

Warum ist denn jetzt die Legionelle gerade in der Trinkwasser-Installation laut RKI so gefährlich? Hierzu muss man sich die Zahlen anschauen. Wir haben laut dem eigenen RKI-Bericht von 2010 – 2020 eine Zahl von 555 gemeldeten Todesfällen (RKI-Bulletin 42/2021).

Dieser Bericht ist deshalb so interessant, weil er uns vor Augen führt, dass das RKI ausschließlich mit dem Schreckensszenario der „Dunkelziffer“ arbeitet, welche in keinster Weise belegt ist. 2020 sind 61 Personen an Legionellose gestorben, das entspricht einer Mortalität von 0,07 pro 100.000 Einwohner.

Jetzt ist es sicherlich nicht damit abgetan, Legionellen als ungefährlich und als nicht beachtenswert zu deklarieren, nein, wir sollten alle stets ein Auge darauf haben, aber es zeigt sich immer mehr, auch durch wissenschaftliche Arbeiten zum Beispiel der TU Dresden, dass ein Wachstum nicht unbedingt temperaturabhängig sein muss, wenn genügend Durchfluss innerhalb des Leitungssystems besteht.

Man kann auch nicht das Vorkommen von Legionellen leugnen, aber wir müssen langsam anfangen, zu relativieren, was wir eigentlich für einen unglaublichen Turm an Vorschriften und Maßnahmen, auch Europaweit, aufgebaut haben, der uns zu ersticken droht und uns den Blick nimmt für die tatsächlichen Gefahren.

Alle immunsupprimierten Personen müssen sich schützen, denn auch die Erkrankung an einer Legionellose ist kein Bagatell-Schnupfen, sondern eine ernsthafte Erkrankung, oftmals mit weitreichenden Spätfolgen für den Betroffenen. Immerhin wird die Lunge außerordentlich geschädigt und es führt oftmals auch zu einer langjährigen Arbeitsunfähigkeit.

Wir können uns schützen, wir sollten uns schützen und wir haben hierzu auch mehrere Möglichkeiten: 

  1. Wir leben in einem Gebäude mit technisch und bestimmungsgemäß ordentlicher Installation, welche ohne Vorratsbehälter auskommt und Wasser über eine Frischwasser-Station bei Bedarf zubereitet.
  2. Wir benutzen in einer Trinkwasser-Installation beständig alle Entnahmestellen und sorgen für ausreichend Wasserfluss in den Leitungen
  3. Wir benutzen die vorgeschlagenen Temperaturen von 60 Grad Vorlauf und 55 Grad Zirkulation

Hierzu kann ich folgende Anmerkungen machen:

Zu 1. Auch Frischwasserstationen sind nicht davor geschützt, dass Legionellen entstehen können

Zu 2. Bei steigender Trockenheit und Dürre in den nächsten Jahren werden wir Trinkwasser nicht mehr immer und überall ausreichend zur Verfügung haben

Zu 3. Den Vorschlag des Umweltbundesamt, dass die Temperaturen 60/55 Grad haben sollen, können wir folgen, ist aber auch keine Garantie für Legionellen-Freiheit, zumal es immer wieder auf den bestimmungsgemäßen Betrieb, auf Totleitungen und sonstige Widrigkeiten innerhalb des Installationssystems ankommt.

Unser Vorschlag für alle Nutzer:

Schützen Sie sich vor Legionellen durch einen geprüften und genehmigten Duschkopf, welcher sicher über entweder ein Jahr, oder bis zu 11.000 Liter Wasserdurchfluss, alle Bakterien mit Logstufe 8 zurückhält. Damit ist die ganze Familie sicher geschützt.

Muss ich dann noch die Temperaturen einhalten? 

Nein, generell ist die Temperatur-Regel eine Empfehlung zum sicheren Gebrauch von Warmwasser. Wenn man sich über andere technische Möglichkeiten (Duschfilter, Ultrafiltration, etc.) vor Legionellen schützt, dann braucht es diese Temperatur-Regel nicht und man spart ca. 30% der benötigten Heizenergie, welche für Warmwasser im Bereich von 45 bis 60 Grad aufgebracht werden muss, um das Wasser so zu erwärmen.

Kann in Mehrfamilienhäusern auch die Temperatur abgesenkt werden?

Ja, es ist hier nicht anders als in Einfamilienhäusern, ausgenommen, man hat dann bei der regelmäßigen Legionellen-Untersuchung Auffälligkeiten, dann kann dann kann das Gesundheitsamt fordern, dass die Temperatur wieder auf 60 Grad gestellt werden muss. Sollte ich mich aber an der Entnahmestelle Dusche durch einen endständigen Sterilfilter schützen, so ist dies auch nicht notwendig, denn für den Verbraucher ist wichtig, dass er vor Legionellen geschützt ist

 

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